IMMER WEITER! …Und wann Stop?

Es kann an einem ganz normalen Morgen geschehen, an dem du aufwachst und schon ausgelaugt bist, bevor der Tag überhaupt begonnen hat. Oder du in einer viel zu langen Schlange vor der Supermarktkasse stehst und während du wartest, durch den Kopf durchgehst, was noch alles zu tun ist. Du wirst nervös, denkst dir, es muss doch schneller gehen, du hast keine Zeit aber noch so viel zu tun.

Kennst du diese Momente?

Ich kenne sie! Oder lernte sie kennen! In diesen Momenten würde ich am liebsten durchdrehen und alles stehen und liegen lassen. Doch stattdessen halte ich die Luft an und denke mir: Alles geht sich schon irgendwie aus, bloß JETZT nicht verzweifeln,….“Immer weiter, Immer weiter!“ Ja genau so ging es mir vor einigen Wochen. Irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn – da war ich. Kurz davor wahnsinnig zu werden.

Der Grund ? Gründe gibt es immer viele, aber oft ist die Lösung ganz einfach und ich war froh, dass ich auch noch rechtzeitig (rechtzeitig, bevor ich zu einer kleinen irren, rasenden Workaholic-Psychopathin wurde) erkannte, dass es so nicht mehr lange gut gehen kann!

Plötzlich leuchtet da so ein Gedanke auf, wie  eine rote Ampel mitten in der Nacht: Nein, stopp! Das ist einfach zu viel. Mein Leben kann nicht nur daraus bestehen, dass ich immer etwas MUSS. Noch etwas abhaken, noch etwas erledigen, noch etwas organisieren und planen, noch etwas aufschieben. Wo bleibe bei allem eigentlich Ich bzw. wo bin ich? Und dann liegt man da im Bett und hört sich beim Nachdenken zu und da ist plötzlich irgendeine Gewissheit im Bauch. Sie fühlt sich so gut an, dass man schlagartig hellwach ist.

Es ist Zeit für Veränderung! Zeit sich wieder richtig gut um sich selbst zu kümmern! Ich möchte nicht mehr, nur noch auf der Überholspur zu sein und mich vergessen, auch mal wieder einzuordnen oder langsamer zu werden. Ich möchte auch mal wieder stehen bleiben, eine Pause machen, um mich schauen und einfach mal den Moment genießen! Ihr auch ?

Um mich selbst kümmern, das soll jetzt meine neue Aufgabe werden. Halt, Stopp! Es soll nicht meine Aufgabe werden, es soll eine Selbstverständlichkeit werden – Alltag, ein neuer Lebensstil! Und Möglichkeiten gibt es dafür eigentlich viele.

 

ich – für mich !

Ein guter Anfang ist es natürlich, sich einmal klar darüber zu werden, warum man sich besser um sich selbst kümmern möchte. Herauszufinden welche Motivation sich hinter dem Bedürfnis verbirgt, mehr für sich selbst tun zu wollen.

Ich habe erkannt, dass ich nicht nur für mich selbst, sondern auch für meine Mitmenschen ausgeglichener sein möchte. Ich möchte morgens wieder mit dem Gefühl aufwachen, mich auf den Tag zu freuen, anstatt schon gestresst und mit mieser Laune den Tag zu beginnen. Noch viel wichtiger für mich ist es, wieder das Gefühl zu bekommen, fit zu sein bzw. fitter zu werden an Stelle meiner Dauermüdigkeit.

Was auch immer Euer Beweggrund ist: Schreibt euch euer Ziel auf. Und dann überlegt, welche kleinen Dinge euch dabei helfen können es zu erreichen. Es geht dabei nicht um einen radikalen Neuanfang oder eine große Veränderung, sondern bloß um einen ersten kleinen Schritt. Und dann einen zweiten kleinen Schritt nach dem Ersten. Am Besten ihr macht einfach ein Date mit euch selbst aus. Fest eingetragen in den Kalender. Und sei es auch bloß ein Tag wo ihr einfach zu Hause entspannen wollt und das tut, was auch immer euch gerade einfällt – tragt es in den Kalender, denn dann kann nichts mehr dazwischen kommen!

Was auch immer es ist, das ihr nur für euch tun wollt, schreibt es fix auf und nehmt es genauso ernst wie euren Termin beim Arzt. Ich mache es jetzt so und es fühlt sich toll an und ich habe die Zeit, die ich auch hin und wieder für mich brauche!

 

sortieren, abschalten und entschleunigen

 

  • REDEN UND SCHREIBEN: Manchmal muss ich reden um mich zu sortieren. Mit Freunden, die einfach zuhören (Danke Johanna <3). Das hilft mir, mich zu sortieren und Kräfte zu generieren. Manchmal ist mir aber auch nicht wirklich nach reden und Kontakt. In diesen Fällen schreibe ich auch gerne Tagebuch.

 

  • BALANCE IM INNEN WIE IM AUßEN: Ab und zu lösen sich Anspannungen nicht auf der Ebene, auf der sie entstanden sind. Das bedeutet für mich, dass es auch mal ein Drink mit Freunden, die Nächte durchmachen und über die Stränge schlagen sein muss. Und übrigens – auch Mütter dürfen das !!!!

 

  • DIE KUNST DES NICHTSTUNS: Ich empfehle, 15 Minuten oder auch gerne länger einfach zu sein. Ich sitze gerne mit meiner Decke und einer Tasse Tee auf meinem Lieblings-Sofa, schaue aus dem Fenster und bin einfach nur da. Ich meditiere nicht, reflektiere nicht, sondern sitze einfach in Stille und tue nichts. Noch schöner, wenn meine Katze zum Schmusen kommt 😉

 

 

und jetzt du! PROBIER ES AUS UND HINTERLASSE EIN KOMMENTAR, WAS DIR HILFT RUHE UND ZEIT FÜR DICH ZU FINDEN!

 

 

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