Unser Wedding-Wahnsinn: Teil 6 „Für immer und ewig“

„Hätte man mich vor 6 Jahren gefragt, ob ich heiraten möchte, hätt ich zwar Ja gesagt, aber ich hätte auch gesagt: Nur das wird niemals der Fall sein, denn wer soll mich verrücktes Wesen schon heiraten wollen, wer würde mich schon aushalten können?“ – das waren die ersten Worte meine Rede und ich meinte sie bitter Ernst. Denn in meiner Vergangenheit, hab ich nie an die große Liebe geglaubt.

Doch ein Mensch hat es geschafft mich, von meiner Flucht eine Beziehung einzugehen, einzufangen. Und es geschafft, das Vertrauen in die Liebe und ja, jetzt auch in die Ehe zu erwecken. Danke Flo!

Es war der schönste und magischste Tag meines Lebens. Ich hätte das niemals erwartet. Ein Tag – so perfekt, so zauberhaft, liebevoll und glücklich. Ich hatte in meinem Leben noch nie so viel Glück, wie an diesem einem Tag! Nie! Alles war so wunderbar entspannt (zumindest hab ich das so wahrgenommen) und jeder schien so glücklich an diesem Tag.

Fangen wir doch da an, wo ich in meinem letzten Blopost aufgehört habe: Ich stieg in das traumhafte Auto, welches mich zu meinem größtem Glück chauffieren sollte…..

Ich genoss jeden Augenblick in diesem wunderschönen Auto. Andere Autofahrer hupten und winkten uns zu. Es wäre gelogen zu sagen, dass ich mich nicht etwas „famous“ fühlte 😀 …und dennoch, mir wurde langsam bewusst, dass ich gleich in die Kirche treten werde. Da wo viele unserer liebsten Menschen warten, da wo mein Mann auf mich wartete, da wo gleich alles für immer und ewig gemacht wird. Ich war so nervös wie in meinem Leben noch nicht. Und hier sei gesagt, dass ich schon oft auf der Bühne stand, ich am Lifeball halb nackt, vor tausenden Kameras tanzte usw. Aber nichts hat mich bisher so nervös gemacht, wie diese Schritte die gleich auf mich zu kommen würden.

Da wir ungefähr eine halbe Stunde zu früh angekommen waren, musste ich sehr lange in diesem Auto verharren, was meiner Nervosität natürlich nicht zu Gute kam. Ich schickte meine Schwester (& Trauzeugin) voraus, um sich ein Bild von der Situation zu machen und um auch bekannt zu geben, dass ich nun da bin. Schon langsam konnte alles beginnen. Doch das tat es nicht …und jetzt wurde auch meine Mama nervös, die nun auch aus dem Auto ausstieg und versuchte ein Signal zu geben, dass die Gäste nun endlich in die Kirche gehen sollten…

Der Fahrer und ich waren alleine im Auto, er war der beste Chauffeur, den man sich an so einem Tag wünschen konnte. Er beruhigte mich und erzählte mir von seiner Ehe, die nun schon seit über 40 Jahren hielt und immer noch glücklich war. Genau das, was ich in diesem Moment hören wollte. „Es geht los!“ gab uns meine Mama zu wissen und das Auto konnte nun endlich bis zur Kirche vorfahren. Doch vor lauter starten und wieder anhalten, schaffte es das, nun ja, ältere Auto, nicht mehr bis zu dem Tor. Das war dem Fahrer leider sehr unangenehm und er versuchte bis zum Schluss mich bis vor die Tür zu bringen. Doch es war Zeit – ich musste aussteigen.

Jetzt wurde es Ernst. Alle zogen ein – ich war nur noch alleine draußen und wartete auf den Moment, den ich schon unzählige Male in meinem Kopf durchgegangen bin. Die Musik gab mir zu wissen, wann ich in die Kirche eintreten darf und da war er schon: Mein Opa, mit dem schönstem Blumenmädchen an seiner Seite. In diesem Moment nahm ich nur den Arm meines Opas wahr und all die Leute, die plötzlich aufstanden. Ich sah meinen Mann noch nicht. Ich lachte und kämpfte gleichzeitig mit den Tränen, „Danke Opa, flüsterte ich noch meinem Ersatzpapa hinzu und war so dankbar diesen Weg nicht alleine gehen zu müssen.

Dann sah ich ihn: Meinen Mann, dem ich sofort auch seine Nervosität abnahm. Plötzlich empfand ich eine riesige Erleichterung, endlich wieder in der Nähe meines Mannes zu sein und seine Hand ganz fest zu halten. Wir ließen beide unsere Hände die ganze Trauung über nicht los…das gab uns beiden sehr viel Halt in dieser doch sehr aufregenden Zeit.

Was ich in diesem Moment gedacht habe? Ich dachte nur, wie überaus dankbar ich bin! Dankbar, dass ich diesen Menschen heiraten darf, dankbar dafür, wie viele liebe Menschen hinter uns stehen und dankbar dafür, dass die Liebe es doch geschafft hat mich zu überzeugen 😉 ….und ich dachte auch, jetzt bloß nicht zu weinen, wenn meine Schwester gleich für uns singen würde. Vor allem bei dem sehr bedeutenden Lied „Moon River“ musste ich wirklich mit den Tränen kämpfen und war froh, dass Flo extra ein Taschentuch für mich in seiner Hosentasche hatte. Denn ich wusste, wenn meine Schwester für uns singen würde, dann kann ich meinen „Wasserfall“ nicht aufhalten. …Und sie hat so wunderschön gesungen!

Begrüßte der Diakon uns und die Gäste, meines Erachtens, am Anfang noch etwas mit getrübter Stimmung, so taute auch er langsam auf und baute sogar den einen oder anderen „Schmäh“ ein. Die Trauung wurde mehr und mehr entspannter für uns. Im Ringe austauschen (und küssen) 😀 waren wir ja schließlich schon Profis.

So lange wir auf diesen Moment gewartet haben, so schnell war er auch vorbei. Doch Gott sei dank, auf uns sollte noch ein traumhafter Nachmittag/Abend auf uns zu kommen……

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