Meine neue Produktivität – simpel aber effektiv!

Endlich bist du da: 2021! Ich habe sehnsüchtig auf dich gewartet und ich denke, da war ich nicht die Einzige! Es war für alle ein mehr als seltsames Jahr, das uns wirklich auf die Probe gestellt hat. Umso zuversichtlicher und motivierter starte ich jedoch in das Neue Jahr und überdenke bzw. strukturiere, wie jedes Jahr, mein Leben wieder etwas neu.

Eines meiner positiven Momente 2020 war die Geburt meiner Tochter (ich schaffe es bald den Geburtsbericht zu schreiben, versprochen!), doch mit ihr, wurde mein komplettes Leben auf den Kopf gestellt. Nichts ist so wie es mal war und nichts ist ganz so einfach wie es ohne Kind war. Doch das realisiert man immer erst selbst, wenn man selbst in dieser Situation ist.

Klar gibt es einige Dinge die ich vermisse und für die ich gerne mehr Zeit hätte – doch ich sehe mein Leben immer als kleine Challenge, die ich zu bewältigen versuche. Und klar, ist das Leben mit einem Neugeborenen (und Kindern sowieso) eine absolut harte Challenge. Kein Wunder, dass ich große Lust habe, meinen Jahresplaner zu zücken, Stifte bereit lege und mit dem Überdenken und „Neu-Struktuieren“ gleich loslegen möchte. Denn so sehr ich mein Leben als Mama genieße und über alles liebe, möchte ich dennoch ein Teil meines alten Lebens beibehalten und unterbringen. Auf Dinge wie mein Tanztraining, Blog-Schreiben, für mein Studium lernen und Bücher lesen, möchte ich einfach nicht verzichten – und muss ich auch nicht!

Doch meine tägliche To-Do liste abarbeiten wie eine Maschine und tausend Dinge auf einmal tun wollen, das geht einfach nicht mehr. Ich habe es eine Zeit lang probiert, doch bin mehr als gescheitert und landete in einer tiefen „Frustrationsfalle“. Ich wollte zu Vieles schaffen und nahm mir zu viel vor und am Ende schaffte ich es manchmal nicht einmal eine Sache von meiner Liste abzuhaken. Es hat mich so frustriert und ich dachte einfach nur noch, dass ich alles aufgeben muss, weil ich jetzt Mama bin.

Halt Stop! Natürlich muss ich das nicht. Ich muss bloß einen anderen Weg für mich finden und nicht auf meinen alten Weg beharren. Dieser Weg muss vor allem flexibel sein und in meinen Mama-Alltag passen. Dennoch möchte ich jeden Tag etwas schaffen zu erledigen und (in meinen Augen) produktiv sein.

Ich machte mich also auf die Suche, recherchierte und habe für mich meine „Neue-Produktivität“ entdeckt. Sie ist so simpel aber wahnsinnig effektiv und ich möchte sie gerne mit euch teilen. Denn egal ob du Mutter bist oder nicht – vielleicht ist dieser Weg auch der Richtige für dich.

Minimale Veränderung, maximale Wirkung

Bevor ich euch meine „Neue-Produktivität“ mit euch teile, möchte Ich mit euch einen Buch-Tipp teilen. Dieses Buch hat mir auf dieser Reise wahnsinnig geholfen und gab mir sowas von einen A**** Tritt 😀 in „Die 1% Methode“ erklärt James Clear, wie man durch minimale Veränderungen zu maximalen Erfolgen in seinen Leben kommt. JA! Das ist genau das was ich brauchte – minimale Veränderungen. Diese nahm ich gleich in den Angriff, denn ich wollte nur eines: Trotz weniger Zeit, dennoch Zeit für mich und meine Ziele haben, ohne jeden Tag an meinem „Nicht-Schaffen-Problem“ zu scheitern. Also startete ich gleich einmal damit, nicht mehr erst aufzuwachen, wenn meine Tochter es tat, sondern schon mindestens eine Stunde vor ihr. Oh wie waren die ersten Male hart. Doch es hat sich gelohnt. In dieser einen Stunde habe ich jeden Tag das Gefühl, eine ganze Weltreise hinter mich gebracht zu haben. Ich startete sofort mit meinem Workout, denn das ist für mich die eine Sache am Tag, die unbedingt stattfinden muss, duschte, machte mich frisch, bereitete das Frühstückvor und startete mit einem Blick in meinem Planer, in den Tag. Ich fühlte mich soooo bereit für den Tag, für das Spielen mit meiner Kleinen und das nur, weil ich eine kleine Sache in meinem Tag geändert hatte. Diese eine Stunde für mich selbst am Morgen, gibt mir jeden Tag so viel Kraft und Motivation, sodass ich die Zeit mit meiner Tochter viel mehr genießen kann. Danke James – du hast mit anscheinend die Augen geöffnet!

Dies war ein kleines Beispiel davon, wie ich bloß eine kleine Sache in meinem Tag änderte und sich für mich Welten bewegten. Wenn ihr auch so einen „Gewohnheitstritt“ wie ich braucht, dann besorgt euch unbedingt dieses Buch!

„Gewinnen kann man nur, wenn man jeden Tag besser wird.“ (James Clear )

Nun, diese kleine Veränderung in meinem Tag, hat also etwas Großes für mich bewirkt. Nein, es ist nicht leicht für mich, früher aufzustehen, wenn ich doch jeden Tag so erschöpft von Mama-Sein bin, aber ich gehe jeden Tag mit einem besseren Gefühl ins Bett und habe das Gefühl durch die gewonnene Zeit, mehr in meinem Leben erreichen zu können 😉

Adieu To-Do Listen

Ein Leben ohne To-Do Listen? Für mich unvorstellbar. Doch diese Listen, haben mich schlussendlich nur noch in den Wahnsinn getrieben und waren Schuld an meiner täglichen Frustration. Doch keine Idee von meinen täglichen Aufgaben zu haben, das funktioniert für mich auch nicht. Also musste ein anderes System her und dieses hat sich für mich mehr als bewährt!

Anstatt, dass ich mir täglich tausende Aufgaben auf die Liste pflanzte, gab ich jedem Tag die Chance Dinge in unterschiedlichen Bereichen zu tun. Okay, das klingt jetzt wirr und unverständlich – ich versuche es besser zu erklären.

In meinem Tag möchte (muss) ich Dinge in den unterschiedlichsten Bereichen erledigen. Für mich sind es Dinge wie: Fitness/Haushalt/Arbeit/Me-Time. Und genau diese Bereiche haben jeden Tag die Möglichkeit von mir am Ende des Tages abgehakt zu werden. Habe ich den Geschirrspüler ausgeräumt oder endlich meinen Wäscheberg beseitigt? Dann streiche ich Haushalt von meiner Liste. Habe ich einen Absatz für meinen neuen Blogpost geschrieben oder Fotos gemacht oder ein neues Installiert-Video gedreht? Dann kann auch „Arbeit“ von meiner Liste. Habe ich mein Morgenworkout durchgezogen, ein entspannendes Bad genommen? Dann weg mit „Fitness“ und „Me-Time“. Schlussendlich hatte ich nur 4 Dinge anstelle von 10 Dingen auf meiner Liste stehen und habe am Ende des Tages, alle von dieser streichen können. Dieses Gefühl vor dem Schlafengehen ist unbeschreiblich. Ich habe weniger auf meiner Liste stehen und dennoch das Gefühl, mehr denn je zu schaffen, ganz ohne Druck. Und das Gute daran ist: Ich kann mir je nach Lust und Laune an diesem Tag aussuchen, was ich von diesem Bereich erledigen möchte. Habe ich heute „Lust“ auf den Wäscheberg oder das Geschirr? Möchte ich etwas für den Blog tun oder lieber für die Uni lernen. Ich kann es mir aussuchen und tue die andere Sache eben an den nächsten Tagen, denn es muss nicht immer alles auf einmal an einem Tag erledigt werden!

Doch woher weiß ich jetzt, was ich eigentlich zu tun habe?

Ganz einfach ich schreibe auf eine extra Liste, all die Dinge auf, die auf jeden Fall für diese Woche erledigt werden müssen. Wann ich diese dann angehe, bleibt ganz meiner Zeit und Lust an dem jeweiligen Tag überlassen. Somit setze ich mich einfach nicht jeden Tag unter Druck, das dieses oder jenes unbedingt an diesem Tag geschehen und erledigt werden muss. Ich sag auch nur eines: Mein Mama-Alltag ist gerettet 😀

Kleine Erfolgserlebnisse jeden Tag!

In letzter Zeit erwischte ich mich immer wieder dabei, wie ich meinen Mann abends davon stolz mitteilte, was ich an dem heutigen Tag alles geschafft oder für mich Gutes getan habe. Ich hatte so einen fetten Grinser in meinem Gesicht, weil ich mich einfach so gut fühlte. Da kam mir doch die Idee: Warum nicht jeden Abend aufschreiben, was ich geschafft habe, anstatt aufzuschreiben was ich tun muss? Ist es nicht ein viel besseres Gefühl, seine kleine Erfolge vor Augen zu halten, als dieser tägliche Druck und vielleicht das Gefühl von Versagen zu haben, nur weil man „eh schon weiß“, dass man das alles nicht schaffen wird?

Tu dir was Gutes und höre so wie ich auf damit, dich jeden Tag unter Druck zu setzen. Es ist viel Schöner und macht auch glücklicher (ich schwöre darauf), jeden Abend zu sehen, wie viel man eigentlich tut. Selbst wenn du dir die Haare an diesem Tag gewaschen hast, Essen gekocht hast oder Klopapier nachgefüllt hast – schreibe es auf! Wir sehen viel zu wenig davon, was wir eigentlich jeden Tag alles tun und sehen immer nur das was wir tun müssen.

Es wird Zeit das Ganze in die positive Richtung zu drehen und uns jeden Tag ein gutes Gefühl zu vermitteln. Und uns nicht nur immer unser tägliches „Versagen“ ( was natürlich keines ist, doch wir sehen es als eines) vor den Augen zu halten!

Vielleicht ist diese Art und Weise auch genau Deine!? Für mich war und ist es immer wichtig meine Ziele vor Augen zu halten und mit einer gewissen Disziplin in Angriff zu nehmen …und ich denke auch, dass eine gewisse Disziplin auch sehr wichtig ist, um seine Vorhaben erreichen zu können. Doch ich darf dabei nicht vergessen, dass nicht alles immer planbar und so umsetzbar ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Eine gewisse Flexibilität gehört eben auch dazu, um nicht in die Frustrationsfalle zu tappen! Ich wünsche Euch auf jeden Fall, viel Erfolg beim Erreichen oder auch mal nicht erreichen Eurer Ziele!

Alles Liebe,

HealthphiloSophie ❤

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