ANXIETIES – Ängste überwinden?

Ich denke, der erste Schritt um wieder klar denken zu können, neue Kraft und Energie zu tanken, um zu fokussieren und wieder voll und ganz Da zu sein, müssen wir mit einem Thema beginnen, das dich vielleicht von all dem abhalten könnte…

In unserer ersten Woche des „Mindful May“ starten mit einem Thema, das es in sich hat bzw. welches Du vielleicht in dir hast: ANXIETIES (ÄNGSTE).

Jeder hat sie und jeder hasst sie. Die einen mehr die anderen weniger. Mich haben Ängste und Panikattacken ein Leben lang begleitet, auch heute noch. Manchmal sind sie so intensiv, dass ich eine Zeit lang dachte ich zerbreche an ihnen. Habe ich versucht meine Ängste zu beseitigen? Klar! Aber es ist mir nicht gelungen. Ängste sind einfach da und ich gebe zu manchmal ist es auch gar nicht so schlecht eine gewisse Angst in sich zu tragen, so lange sie nicht überhand nimmt und dein ganzes Leben beeinflusst.

Genau das habe ich gelernt. Meine Ängste zwar zu begrüßen, aber ihnen auch klar zu machen, dass sie irgendwo in der letzten Reihe Platz nehmen müssen.

Doch bevor du kleine Tipps von mir bekommst, wie du Ängste, Sorgen oder vielleicht sogar Panikattacken in den Griff bekommen kannst, müssen wir vorerst herausfinden, ob du und wie sehr du von deinen Ängsten gefangen bist.

8 SYMPTOME schwerer Ängste

Findest du dich in mind. 2-3 Punkten wieder?

1 Inkonstante Arbeit

Du arbeitest eine Zeit lang richtig hart und intensiv, erfährst dann ein Gefühl von Burn-out, anschließend schiebst du deine Arbeit auf.

2 „People Pleaser“

Um eine Umgebung für dich zu erschaffen, die dich sicher fühlen lässt und weniger ängstlich, versuchst du es immer allen recht zu machen.

3 Alles Überdenken (Overthinking)

Ich mache mir über alles immer viel zu viel Sorgen, überdenke alles 10 mal. Ich habe Angst zu versagen.

4 Schlechter Schlaf

Ich schlafe nicht genug Stunden und kann oft nicht wieder einschlafen und überhaupt fällt es mir schwer einzuschlafen.

5 Angst steht im Weg

Es fällt mir schwer Dinge fertig zu bringen und zu vollenden, vor allem wenn der Druck zu hoch ist. Ich habe Angst es nicht zu schaffen.

6 Keine Entspannung

Ständige kreisende Gedanken und Sorgen, machen es dir schwer zu entspannen.

7 Fassade

Es sieht so aus, als hätte ich alles im Griff, aber innerlich kämpfe ich. Als würde ich eine Maske tragen.

8 Kann nicht NEIN sagen

Ich habe Angst davor „Nein“ zu sagen und die Menschen zu enttäuschen.

Erkennst du dich in diesen Punkten wieder? Dann wird es Zeit etwas zu ändern. Von mir bekommst du kleine Tipps wie du lernst, dass diese Ängste nicht mehr dein ganzes Leben bestimmen. Viel Spaß….

6 WEGE UM ÄNGSTE ZU BERUHIGEN

Merkst du wie es langsam in dir zu arbeiten anfängst? Du wirst zittrig, innerlich nervös und allgemein verspürst du eine gewisse Unruhe wenn nicht auch Panik. Dann kann es sein, dass die Angst plötzlich da ist und „Hallo“ sagt. Was du dann tust, um ihr keinen Zutritt zu verschaffen, das erfährst du jetzt:

1. 4-7-8 ATMUNG

Atme für 4 Sekunden ein, halte die Luft für 7 Sekunden an und atme für 8 Sekunden aus. Mache dies ein paar mal, du wirst merken, dass du automatisch ruhiger wirst und deinen Fokus auf die Atmung anstelle deiner Angst oder Panik legst.

2. EINE PAUSE MACHEN

Wenn du dich plötzlich überfordert oder gestresst fühlst, mache auf der Stelle eine Pause, von dem was dich gerade stresst. Steh auf, geh eine Runde an die frische Luft, mache eine kurze Meditation. Geh Laufen, mach dir einen Smoothie, setze dich und atme!

3. DEN KÖRPER STRETCHEN

Wenn wir ängstlich oder panisch werden, verspüren wir meist, dass uns etwas einengt, einen Druck im Brustbereich. Uns fehlt Luft zum Atmen. Eine „Dehn-Einheit“ bewirkt Wunder!

Verschränke deine Hände hinter dem Körper und beuge dich soweit es geht nach vorne.

Lege dich auf den Bauch, stütze die Hände neben dem Brustkorb ab und drücken den Oberkörper nach oben. Hole tief Luft!

4. KOGNITIVE UMGESTALTUNG

Ganz oft sind unsere ersten Gedanken negativ behaftet und sie helfen uns nicht weiter, wenn wir uns gestärkt und positiv fühlen möchten. Deswegen versuchen wir diese umzugestalten und anders zu formulieren:

„Diese Aufgaben sind zu viel und überfordern mich. Ich werde es niemals schaffen oder zu Ende bringen!“

+“Diese Aufgaben verlangen mehr Arbeit. Doch wenn ich sie geschafft habe, werde ich mich großartig und besser fühlen!“

5. 3-3-3 REGEL

Vielleicht stehst du kurz vor einer Panikattacke oder du merkst wie du dich kaum noch konzentrieren kannst, da dich all deine Ängste davon abhalten. Hier eine Übung die dir ganz bestimmt helfen wird, zu entspannen um dich anschließend wieder ganz in Ruhe auf das Wesentliche konzentrieren zu können:

Schaue dich um und nenne 3 Dinge die du siehst.

Schließe deine Augen und nenne 3 Dinge die du hörst.

Lass die Augen zu und bewege 3 Körperpartien.

6. BEWUSSTSEINS-STREAMING

Eine weitere Möglichkeit, deine Gedanken wieder zu beruhigen ist es, all das was in deinem Kopf gerade vorgeht, niederzuschreiben, aber ganz genau so wie du sie in diesem Moment denkst. Lies sie dir anschließend in Ruhe durch. Bist du wirklich der gleichen Meinung, wie deiner Gedanken? Manchmal kann das Niederschreiben deiner Gedanken dich beruhigen und wieder zu mehr Klarheit führen. Lege dir ein „Anxiety-Journal“ zu und immer wenn du das Gefühl hast es geht nicht mehr, schreibe – schreibe auf was in dir vorgeht.

Nimm dir die 6 Tipps zur Beruhigung deiner Ängste wirklich zu Herzen und erprobe diese für ein paar Wochen. Glaube mir du wirst schon bald einen Unterschied wahrnehmen. Du wirst merken, dass dich deine Ängste oder Panikattacken, dein stetiges hadern, nicht mehr so ausbremsen kann wie früher. Helfen diese Tipps, deine Ängste komplett zu löschen? Nein! Und darum geht es auch nicht. Es geht darum deine Ängste wahrzunehmen, ihnen erlauben da zu sein, aber sie nicht in den Fahrersitz zu lassen!

Erst wenn wir es schaffen unsere negativen Gedanken, unsere Ängste zu kontrollieren, schaffen wir es auch unser Leben in die Hand zu nehmen, nach vorne zu schauen und weiter zu gehen.

Doch was, wenn du vor dir nur ein riesiges Chaos siehst, du keine Ahnung hast, was es ist, was du willst oder brauchst? Diesem Thema widmen wir uns in der nächsten Woche und versuchen unser inneres sowie äußeres Chaos zu sortieren!

NEXT WEEK: „CLEAN THE CHAOS“

Deine HealthphiloSophie ❤

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s